Ziel der Weiterbildung

Das Grundstudium „Tiergestützte Basiskompetenz in  Pädagogik, Therapie und Förderung“ richtet sich vor allem an Menschen die in einem pädagogischen und/oder therapeutischen Arbeitsumfeld tätig sind und die mit dem Partner Tier ihr Wirken bereichern wollen.
Die Basiskompetenz ist die Grundqualifikation für unsere drei Fachweiterbildungen. Sie erhalten das Grundwissen um Möglichkeiten und Grenzen tiergestützter Interventionen und erfahren, wie Tiere sinnvoll und wertschätzend eingesetzt werden können. 

Unter der Leitung der erfahrenen Dozentin Souris Reiter kann das Grundstudium "Tiergestützte Basiskompetenz" nun auch bei unserem Partnerhof in Haan-Gruiten absolviert werden. 

Die Weiterbildungsstruktur bleibt unverändert. So können eventuell fehlende Module bei Bedarf auf dem Liehrnhof nachgeholt werden und umgekehrt. 

Eine Liste mit (preiswerten) Unterkünften finden Sie hier.

 

 

Zugangsvoraussetzungen

  • Ausbildung in einem staatlich anerkannten Beruf aus dem pädagogischen, sozialen, therapeutischen oder medizinischen Bereich.
  • Menschen, die diese Voraussetzung nicht erfüllen, können nach einem persönlichen Gespräch für die Weiterbildung zugelassen werden 

Struktur

In vier Modulen zu je drei Tagen wird sich in Theorie und Praxis mit den Grundlagen des Einsatzes von Tieren befasst. Die Teilnehmerzahl ist auf 16 beschränkt.

Seminar

120 UE

Praxisstunden

20 UE

Hausarbeit

5 Seiten

Referat zu einem Praxisprojekt

max. 30 Minuten im 3. oder 4. Modul 

Fehlzeiten 

max. 10% der Seminarstunden

Die Module im einzelnen

Im ersten Modul liegt der Schwerpunkt der Praxiseinheiten beim Hund. 

Sofern Ihr Hund sozial verträglich und in gewissen Maßen stressrestistent ist (viele Menschen und Hunde in einem einzigen Seminarraum), ist dieses Seminar bestens geeignet, ihn mitzunehmen! Wir versuchen uns an der Erstellung eines Ethogramms, beobachten das Sozialverhalten der Hunde untereinander und nutzen den phänomenalen Geruchssinn.


Die Themen in Theorie und Praxis:

  • Entwicklung und Lernen bei Tieren
  • Sinnesleistungen von Tieren
  • Funktionskreise
  • Ethogramm des Hundes
  • Calming Signals beim Hund
  • Stress beim Hund und seine Bewältigung
  • Wirkfaktoren und Wirkungskreis Mensch - Tier
  • Soziologie der Tier-Mensch-Beziehung
  • Biographiearbeit mit Tierkarten

 
 

Im zweiten Modul liegt der Schwerpunkt der Praxiseinheiten beim Pferd.

Auf dem Liehrnhof leben derzeit vier Pferde, die Sie im Praxisteil kennen lernen dürfen. Wir beschäftigen uns an diesen drei Tagen mit folgenden Themen:

 

  • tiergestütztes Arbeiten mit dem Pferd
  • Kommunikation der Pferde
  • artgerechter und verantwortungsbewusster Umgang mit Tieren
  • Hygiene und Recht
  • Veterinärmedizinische Grundlagen
  • Projektplanung
  • Ressourcentiere

 

 

Im dritten Modul liegt der Schwerpunkt der Praxiseinheiten bei den Nutztieren.

In unserer therapeutischen Praxis arbeiten wir mit Schafen, ein Kollege setzt Ziegen, Gänse und Schweine ein. Wer schon immer mal Selbsterfahrung im Ziegen melken oder Schafe hüten machen wollte, kann sich bereits auf dieses Modul freuen!

Die Themen in Theorie und Praxis:

  • tiergestützter Einsatz von Nutztieren am Praxisbeispiel Schaf und im Rheinland zusätzlich am Praxisbeispiel Huhn
  • Planung, Durchführung und Evaluation von Projekten
  • Ausbildungsmethoden am Beispiel Hund
  • tiergestützt arbeiten ohne Tier  
  • Gefühlstiere

 

 

Im vierten und letzten Modul beschäftigen wir uns zum einen mit Kleintieren und zum anderen mit Kameliden.

 

Die Themen in Theorie und Praxis:

  • tiergestützter Einsatz von Lamas
  • tiergestützter Einsatz am Praxisbeispiel Esel (beim Basiskompetenkurs im Rheinland)
  • tiergestützter Einsatz von Kleintieren 
  • Marketing
  • Rechnungstellung
  • USP
  • Fachperson - Klient - Beziehung
  • tiergestützte Timeline
  • Abschied und Trauer im Rahmen der tiergestützten Therapie

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