Für wen ist diese Weiterbildung geeignet?

Die Weiterbildung „Hundegestützte Fachkraft“ richtet sich an Menschen, die das Grundstudium „Tiergestützte Basiskompetenz“ an der Liehrnhof-Akademie absolviert haben. Vergleichbare Abschlüsse können nach vorheriger Überprüfung anerkannt werden. Hauptzielgruppe sind Menschen, die im pädagogischen, therapeutischen oder sozialen Bereich tätig sind und ihr Wirken durch den Einsatz von Hunden bereichern möchten.

Das Zertifikat befähigt die Absolventen zum selbständigen und professionellen Einsatz von Hunden im Rahmen ihrer beruflichen Qualifikation. 

 Im geschützten Rahmen werden verschiedene Interventionen für die Arbeit im pädagogischen, sozialen und therapeutischen Bereich erlernt. Hierbei wird großen Wert auf den Praxistransfer und die individuellen Bedürfnisse von Menschen mit und ohne körperliche oder psychische Einschränkungen gelegt.  

 

Alle Veranstaltungen auf dieser Seite sind auch einzeln buchbar. Falls Sie eines unserer Seminare besuchen möchten, schreiben sie uns bitte an. 

Veranstaltungsort

Die Seminare finden sowohl an der Liehrnhof - Akademie als auch bei unserem Partnerhof, dem Institut für systemische Traumapädagogik und tiergestützte Intervention in Haan-Gruiten im Rheinland statt.

Wichtig: Sollten für die Seminare im Rheinland mehr als 10 Teilnehmer gemeldet sein, werden diese nach Maulbach verlegt.  

Nähere Infos zu den einzelnen Terminen und den Seminarorten finden Sie hier.

Zugangsvoraussetzungen

  • erfolgreich abgeschlossenes Grundstudium "Tiergestützte Basiskompetenz" auf dem Liehrnhof oder eine vergleichbare Grundausbildung bei einem anderen tiergestützten Weiterbildner.
  • mehrjährige Berufserfahrung im sozialen, therapeutischen oder pädagogischen Bereich
  • Auch Menschen, die in keinem der oben genannten Bereiche tätig sind und das Grundstudium erfolgreich abgeschlossen haben, können nach einem persönlichen Gespräch für die Weiterbildung zugelassen werden.

Weiterbildungsstruktur

21 Kurstage in sieben dreitägigen Modulen, 1 UE = 45 Minuten

Kann ein Modul aus wichtigen Gründen nicht absolviert werden, ist es möglich, dieses im nächsten Kurs nachzuholen.

Zertifizierung

Seminar

210 UE

Praxis

30 UE Praxiserfahrung, sollte die Basiskompetenz nicht bei uns absolviert worden sein, sind insgesamt 50 UE Praxis nachweisbar

Ungeschnittene Videosequenz von mind. 20 Minuten

Konzept

20 Seiten über hundegestützte Arbeit

Fehlzeiten

Maximal 10 %

Zertifizierung

Für eine Zertifizierung müssen die Teilnehmer eine Prüfung ablegen, in der sie eine mindestens 20 minütige ungeschnittene Videosequenz eines hundegestützten Einsatzes zeigen. 

In Kleingruppen sollen diverse Fallbeispiele erarbeitet werden, außerdem muss ein Konzept für die eigene hundegestützte Arbeit in Schriftform vorgelegt werden.

Alle zwei Jahre müssen die zertifizierten Teilnehmer einen Nachweis über eine Fortbildung im Umfang von mindestens 16 Stunden erbringen.

Wer gerne regelmäßig Liehrnhofluft schnuppern möchte, kann diesen Nachweis auch direkt bei uns erlangen. Wir bieten ab 2019 jährlich eine dreitägige Weiterbildung zu verschiedenen Themengebieten aus dem tiergestützten Bereich an. 

Modul 1: Systemische Interventionen

In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit unseren eigenen Kontexten und Erwartungen, lernen Grundlagen der systemischen Beratung und Therapie kennen, üben Auftragsklärung, Hypothesen, zirkuläre Fragetechniken, aktivierendes Zuhören, konstruktive W-Fragen, MiniMaxInterventionen, Reframing, Ressourcen(tiere), uvm. 

 

Modul 2: Kommunikation Hund-Mensch

Hunde sind als Sozialpartner des Menschen die Tiere, die am häufigsten in pädagogischen und therapeutischen Einsatzgebieten als Helfer genutzt werden. Um sie effektiv und tierschutzgerecht einzusetzen, ist es unabdingbar, dass die Kommunikation von Hund - Mensch - Klient richtig entschlüsselt wird. 

In diesem Seminar  werden die Teilnehmer unter fachkundiger Leitung nicht nur lernen, ihren vierpfotigen Partner besser zu "lesen" und diagnostisch einzusetzen, sondern auch an der eigenen Körpersprache feilen.  

 

Inhalte:

  • Kommunikation Hund - Hund 
  • Kommunikation Hund - Mensch
  • Beziehungsarbeit im Hund-Mensch-Team
  • Die Arbeit des Teams mit Klienten
  • Stress- andere Signale des Hundes richtig interpretieren und angemessen darauf reagieren.


 

Modul 3: Spielend lernen mit verschiedenen Tierarten

Zunehmend finden wir Tiere als pädagogische Begleiter in Grund- und weiterführenden Schulen, sowie Förderschulen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Ebenso wird der Hund immer häufiger ein beliebter Begleiter in Kindergärten und Tagesstätten, aber auch im freizeitpädagogischen Kontext in Wohngruppen und Jugendzentren.

In diesem Seminar beschäftigen wir uns schwerpunktmäßig praktisch mit dem Einsatz von Tieren in diesen vielfältigen Kontexten. Vorrangig ist es, Spiele und Übungen für die verschiedenen Altersklassen mit ihren ganz besonderen Bedürfnissen und Schwerpunkten zu modifizieren und auszuprobieren. 

Von Leckerlirechnen bis zur Hunderallye ist eine bunte Mischung dabei. Theoretisch wird es um die Voraussetzungen und rechtlichen Bedingungen, sowie Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Tieren gehen.

     

Modul 4: Motivation und Entspannung für den Hund

Der Einsatz des Hundes in der tiergestützten Arbeit kostet nicht nur uns Menschen Kraft. In diesem Seminar geht es darum, wie wir zum einen die Motivation unserer vierbeinigen Kollegen erhalten und zum anderen ihr seelisches Wohlbefinden verbessern können.

     
  • Ursachen und Wirkung von Stress auf unsere Hunde
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  • Vorbeugung und Managementmaßnahmen bei Stress: Kann ich Entspannung “trainieren”?
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  • Massagetechniken für den Hund: Vorbereitung der Umgebung, Massagegriffe, Trigger- Point- Therapie, Belastungspunkte bei den unterschiedlichen Hunderassen- und Sportarten
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  • Mantrailing 
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  • Fährtenarbeit
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  • Futterbeuteltraining
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  • Spiel und Spaß für Zwischendurch

Modul 5: Tiergestützte Arbeit mit traumatisierten und verhaltenskreativen Menschen

Tiere haben einen ganz eigenen, direkten und unverstellten Zugang zu Menschen, die sich in belastenden und schwierigen Lebenssituationen befinden. 

Mit Hilfe des Einsatzes von Tieren verschiedener Spezies können die Kommunikationsfähigkeit verbessert, individuelle Lösungsstrategien gefunden und Mediationstechniken entwickelt werden. 

In Folge dessen können die Frustrationstoleranz und die Empathiefähigkeit gesteigert werden. 

Wir stellen Ihnen die grundsätzliche Definition des Begriffes "Trauma" und theoretische Grundlagen zu diesem Thema vor und üben hilfreiche Interventionen ein. 

Fallbeispiele aus der täglichen systemischen Praxis runden das Seminar ab.

 

 

Modul 6: Perspektivenwechsel mit Tieren

In diesem Modul verbinden wir vor allem viele Grundelemente der Arbeit mit dem Pferd zu einem umfangreichen und vielfältigen Seminar. 

Wie kann man die Verhaltensweisen der Pferde und anderer Tiere in der alltäglichen Beratung, Pädagogik und im Coaching nutzen. 

Natürlich darf auch selbst ausprobiert und geübt werden. 

 

 

Modul 7: TEaM Hund-Mensch, Zertifizierung

TEaM ist die Abkürzung für "Tiergestützter Einsatz am Menschen". An zwei aufeinanderfolgenden Tagen werden Sie und Ihr Teampartner Hund bei unterschiedlichen Aufgaben von einer Hundetrainerin und einer pädagogisch/therapeutischen Fachkraft beobachtet. Dazu gehören unter anderem folgende Bereiche:

     
  • Sozialverhalten Hund - Mensch
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  • Verhalten gegenüber Menschen
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  • Beziehungs- und Bindungsanalyse
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  • Stressmanagement
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  • Ressourcenverteidigung
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  • Strategien im Umgang mit bekannten Situationen
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  • Individuelle Problemstellungen
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Es geht nicht darum, dass der Hund alle Situationen "perfekt" meistert. Im Vordergrund steht der Mensch, der die Stärken und Schwächen seines Hundes kennt und somit weiß, wie er sein Tier angemessen schützen kann. Am Ende des Seminars wird ein detaillierter und individueller Trainingsplan für das Hund-Mensch-Team erstellt. Außerdem werden die Beurteilungen der Dozentinnen verschriftlicht und eine Empfehlung in Bezug auf den tiergestützten Einsatz ausgesprochen.

Am letzen Tag findet die Prüfung mit Zertifizierung statt. 

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